Dirk Hilbert zum OB von Dresden gewählt

Dresden, 05. Juli 2015

 

Am Sonntag, dem 05.07. waren die Dresdner aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Nachdem im ersten Wahlgang am 07.06. keiner der sechs angetretenen Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, wurde das Ergebnis mit besonderer Spannung erwartet.

Die Wahl der Dresdner fiel mit 54,2 Prozent der Stimmen klar auf den bisherigen Ersten Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der als unabhängiger Kandidat angetreten war und sich damit gegen Sachsens Wissenschaftsministerin  Eva-Maria Stange (SPD) durchsetzte, die 44 Prozent der Stimmen erhielt.

Hilbert, der bereits seit Mitte März die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig ausgeschiedene Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) vertritt, zeigte sich sehr glücklich über das Ergebnis, das er als „fulminant“ bezeichnete. Er wolle das Bild Dresdens, das in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit durch die rechtspopulistische Pegida-Bewegung negativ geprägt sei, geraderücken und Dresden zu einer Vorzeigestadt bei der Integration und Beschäftigung von Flüchtlingen zu machen.

Knapp 440.000 Bürger waren zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag trotz hochsommerlicher Temperaturen bei 42,7 Prozent und damit deutlich höher als 2008, als 33,49 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.

Nach dem ersten Wahlgang, der keine erforderliche Mehrheit brachte, waren der CDU-Kandidat Markus Ulbig, der Kandidat der AfD Stefan Vogel und Tatjana Festerling für die Pegida-Bewegung nicht wieder angetreten. Neben Hilbert und Stange hatte Lars Stosch von der Satirepartei „Die Partei“ im zweiten Wahlgang kandidiert. Er landete mit nur 1,8 Prozent der Stimmen weit abgeschlagen auf Platz drei.