Dürrmann: Rot-grüne KiBiz-Pläne bedeuten Verschlechterungen für die frühkindliche Bildung

09. Mai 2014

 

Seit Ende März liegt der rot-grüne Gesetzentwurf dem Landtag vor, einen Monat später fand eine Anhörung im Landtag statt: Die zweite Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) wird breit diskutiert. Die VLK warnt, dass es zu deutlichen Verschlechterungen bei der frühkindlichen Bildung kommen könnte.

„Eine Revision sollte immer zu Besserungen führen“, so Jochen Dürrmann, Vorsitzender der VLK in NRW. Die Erwartungshaltung ist klar: Ein neues Gesetz müsse die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung substanziell verbessern. „In diesem Fall ist das leider nicht erkennbar, im Gegenteil: klare Qualitätssteigerungen
sucht man vergebens.“

Die Liberalen bewerten es kritisch, dass trotz steigenden Bedarfs die Mittel für die Sprachförderung künftig gekürzt und auf einen festen Betrag gedeckelt werden sollen. Darüber hinaus sei eine „eine Überarbeitung des gesamten Finanzierungssystems dringend angeraten.“

Stattdessen steigen vor allem der Verwaltungs- und Bürokratieaufwand für das KiTa- Personal. Die Erzieherinnen und Erzieher werden dazu angehalten, immer mehr zu dokumentieren. „Das sind Anforderungen, auf die die Angestellten nicht vorbereitet sind. Die Umsetzung wird zu Problemen im KiTa-Alltag führen. Die Belastung ist zu hoch.“ Die personelle und räumliche Ausstattung sei unzureichend.

Dürrmann fordert eine umfassende Evaluation und Reform des KiBiz und echte
Qualitätssteigerungen.