Änderungen im Bestattungsgesetz treten in Kraft

Düsseldorf, 01. Oktober 2014

Am 01.10.2014 tritt das Gesetz zur Änderung des Bestattungsgesetzes (BestG) in Kraft, das vom Düsseldorfer Landtag am 02.07.2014 beschlossen wurde. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Das neue Gesetz gibt den Kommunen als Friedhofsträger die Möglichkeit, Dritten die die Errichtung und den Betrieb von Friedhöfen im Wege der Beleihung zu übertragen. Damit können z.B. muslimische Gemeinschaften eigene Friedhöfe betreiben. Bisher wurden auf vielen kommunalen Friedhöfen lediglich Grabfelder ausgewiesen, die ausschließlich muslimischen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt wurden.

Erdbestattungen dürfen künftig frühestens 24 Stunden und spätestens 10 Tage nach Eintritt des Todes erfolgen. Einäscherungen müssen spätestens nach 10 Tagen durchgeführt werden, die Urnenbeisetzung ist innerhalb von 6 Wochen vorzunehmen. Neu ist, dass eine Nachweispflicht für Totenasche besteht: so muss dem Krematorium innerhalb von sechs Wochen nach Aushändigung der Urne ein Beisetzungsnachweis vorgelegt werden.

Um zu verhindern, dass auf nordrhein-westfälischen Friedhöfen keine Grabsteine aufgestellt werden, die unter Einsatz von Kinderarbeit produziert wurden, benötigen ab sofort alle Grabsteine, die nicht aus Deutschland oder Europa stammen, ein Siegel einer anerkannten Zertifizierungsstelle. Die Ausführungsbestimmungen für das weitere Verfahren sowie die Anerkennung der Zertifizierungsstellen werden von newtrade.nrw, Büro für nachhaltige Beschaffung, übernommen. Die Details der Änderungen des Bestattungsgesetzes finden Sie hier.