Netzwerk

Kommunalpolitik lebt vom Austausch und wird durch ein Netzwerk lebendig. Daher fragen wir regelmäßig liberale Kommunalpolitiker in Nordrhein-Westfalen, ob Sie uns in einem Interview einen Einblick in ihre kommunalpolitische Tätigkeit geben. Hier veröffentlichen wir die Gespräche und möchten dadurch die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen anregen.


Bürobesuch bei Dr. Monika Ballin-Meyer-Ahrens

Vorsitzende der FDP Ratsgruppe Leverkusen und Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt

 

VLK: Frau Dr. Ballin, was verbindet Sie mit der Stadt Leverkusen?

Ich lebe seit 1989 mit meiner Familie hier und habe ein wunderbares Lebensumfeld mit netten, lieben Menschen um mich herum.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Leverkusen in der nächsten Zeit?

Die Entwicklung von Schulen und Kitas für „weltbeste Bildung“ sind prioritär, ebenso die Sicherheit. Die Modernisierung des maroden Innenstadtkomplexes City C drängt – Ziel ist urbanes Wohnen. Wohnen und Mobilität wollen wir im Einklang entwickeln, um als Zuzugsgemeinde Menschen eine schöne Heimat zu geben.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Leverkusen?

Die FDP macht ideologiefreie Kommunalpolitik. Wir stehen für Vielfalt bei Bildung, Lebensmodellen, Mobilität. Bürgerliche Freiheit heißt, Menschen nicht zu ihrem „Glück“ zu zwingen. Verwaltungsvereinfachung tut Not, um Projekte umzusetzen.

 

VLK: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Stadt Leverkusen aus?

Die Folgen der Pandemie sind schwer abzuschätzen. Steuereinnahmen werden einbrechen. Viele kleinere Unternehmen werden den Lockdown nicht verkraften. Für die Menschen ist es eine große soziale Herausforderung. Alle meistern das in Leverkusen mit der Nachbarschaftshilfe prächtig. Diesen Zusammenhalt nach Corona zu nutzen und Leverkusen wieder zu einem starken Standort zu machen, dafür setze ich mich ein.

 

VLK: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit der Kommunalwahl 2020 für die FDP Leverkusen?

Die FDP Leverkusen möchte ambitioniert im September ein zweistelliges Ergebnis erzielen. Wir wollen bei der Oberbürgermeisterwahl vorne mit dabei sein und mit unserem tollen Team als Fraktion zukünftig Politik bürgernah gestalten.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Oberbürgermeisterin von Leverkusen wären?

Ich hoffe, ab September dieses Amt länger zu bekleiden. An einem Tag würde ich mutige Entscheidungen bei Verwaltungsabläufen zulassen, Fahrradrouten, insbesondere an Kreuzungen verbessern, die Sanierung von Schultoilettenanlagen in Auftrag geben und ausstehende Genehmigungen für lang anhängige Unternehmensansiedlungen unterschreiben.

 

VLK: Frau Ballin, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der Freien Demokraten im Rat der Stadt Leverkusen finden Sie unter www.fdpleverkusen.de

 


Bürobesuch bei Hans-Peter Schöneweiß

Vorsitzender der FDP im Rat der Stadt Essen

 

VLK: Herr Schöneweiß, was verbindet Sie mit der Stadt Essen?
Essen ist im wahrsten Sinne meine Heimat. Im Herzen des Ruhrgebiets gelegen, findet man hier neben wunderschönen Grünzügen auch das besondere, urbane Lebensumfeld. Als Kultur-, Gesundheits- und Messestandort genießt Essen darüber hinaus internationales Prestige.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Essen in der nächsten Zeit?

Neben der Digitalisierung der Stadtverwaltung und unserer Schulen sehen wir die Stärkung unserer Region als Wirtschaftsstandort, eine zukunftsorientierte Mobilität und die weitere Entschuldung unserer Stadtfinanzen als unsere Schwerpunkte.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Essen?

Wir laufen keinen Trends hinterher, sondern bemühen uns um eine vernünftige Sachpolitik. So waren wir maßgeblich daran beteiligt, die Ausrufung eines Klimanotstands seitens des Essener Rates zu verhindern. Stattdessen wollen wir mit konkreten Maßnahmen vor Ort unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, was mit der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ auch internationale Anerkennung fand.

 

VLK: Welches sind in Essen die größten Herausforderungen und wichtigsten Projekte im Bereich der Verkehrspolitik?

Die Verkehrspolitik der Stadt Essen ist gekennzeichnet durch Fehlentscheidungen der Vergangenheit und etwa 250.000 täglichen Pendlerbewegungen. Vor Ort bedeutet dies überlastete Verkehrssysteme und lange Staus.  Wir benötigen also sowohl überregionale Großprojekte wie die Durchstreckung der A 52, wie auch innerstädtische Maßnahmen, um die Mobilität in ökologischer und ökonomischer Verantwortung gestalten zu können.

 

VLK: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit der Kommunalwahl 2020 für die FDP Essen?

Nach den vom Bundestrend gekennzeichneten Verlusten 2014 setzen wir auf das große Engagement der Freien Demokraten vor Ort und die hohe Akzeptanz der nunmehr 20-jährigen Fraktionsarbeit im Rat.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Oberbürgermeister in Essen wären?

Ich würde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Beteiligungsunternehmen von anerkannten Experten die Vorteile der Digitalisierung und der damit einhergehenden Flexibilisierung der Arbeitswelt aufzeigen lassen, um deren Ängste und Sorgen zu mindern.

 

VLK: Herr Schöneweiß, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der Freien Demokraten im Rat der Stadt Essen finden Sie unter www.fdp-fraktion-essen.de.

 


Bürobesuch bei Wolf Lüttinger

Vorsitzender der FDP im Rat der Stadt Remscheid

 

VLK: Herr Lüttinger, was verbindet Sie mit der Stadt Remscheid?
In Remscheid bin ich geboren, aufgewachsen und hier lebe ich bis heute. Remscheid ist eine Großstadt mit viel Natur und mit bodenständigen, herzlichen Menschen. Die Innovationskraft des Bergischen Landes und die gute Infrastruktur, die wir erhalten und weiterentwickeln müssen, tragen zu den positiven Zukunftsaussichten für die „Seestadt auf dem Berge“, wie Remscheid wegen der Exportorientierung genannt wird, bei.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Remscheid in der nächsten Zeit?

Wir müssen zusätzliche Gewerbeflächen erschließen und marktgerechten Wohnraum schaffen. Das ist für uns ein wichtiger Beitrag, um Leben, Arbeiten und Wohnen in Remscheid zu stärken. Leerstehende Immobilien, Baulücken und Brachflächen reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken, sondern wir müssen auch Flächen neu erschließen.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Remscheid?

Zuallererst natürlich unsere freidemokratische Haltung. Wir arbeiten sachlich und konstruktiv mit anderen Gruppierungen zusammen. Uns war es immer wichtig zu gestalten und dabei über den nächsten Wahltag hinaus zu denken. Wir machen keine leeren Versprechungen, sondern orientieren uns an dem Machbaren.

 

VLK: Remscheid ist in der Stufe 1 des Stärkungspakts Stadtfinanzen. Welche Auswirkungen hat das auf die Finanzplanung der Stadt?

Die Stadt musste harte Einsparungen vornehmen, Personal reduzieren und zeitweise die Steuern erhöhen. Mittlerweile bauen wir unsere Altschulden ab, und es gelingt, wieder Freiräume für Investitionen zu erarbeiten. Mit den Zinsausgaben und den Sozialtransfers bleiben jedoch zwei große Risiken. Ohne Unterstützung durch Bund und Land wird der Haushalt absehbar wohl wieder ins Minus rutschen.

 

VLK: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit der Kommunalwahl 2020 für die FDP Remscheid?

Wir wollen mit der guten Arbeit der vergangenen Jahre und unserem Programm für die Zukunft möglichst viele Wählerinnen und Wähler überzeugen und mindestens wieder Fraktionsstärke im neu gewählten Rat erreichen.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Oberbürgermeister von Remscheid wären?

Ich würde die Dinge anpacken, die mir für Remscheid wichtig sind, aber nicht den falschen Eindruck erwecken, innerhalb eines Tages könne viel erreicht werden.

 

VLK: Herr Lüttinger, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der Freien Demokraten im Rat der Stadt Remscheid finden Sie unter www.fdp-remscheid.de


Bürobesuch bei Harald Friese

Vorsitzender der FDP Ratsfraktion in Lindlar

 

VLK: Herr Friese, was verbindet Sie mit der Gemeinde Lindlar?
Lindlar ist mein zuhause. Hier leben meine Freunde und hier kann ich mich von Stress und Ärger erholen. In Köln habe ich Kultur und in Lindlar Natur.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Lindlar in der nächsten Zeit?

Die Erweiterung des Industriegebietes Klause mit den Wünschen der Menschen einvernehmlich regeln. Leben und Arbeit so kombinieren, dass eine Zufriedenheit erhalten bleibt. Den Haushaltsplan 2020 ausgeglichen gestalten ohne Steuererhöhungen und bei der Kommunalwahl 2020 besser abschneiden, als 2014.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Lindlar?

Erstens sind wir kleiner, aber nicht dümmer. Zweitens sind wir liberal und lassen auch andere Meinungen gelten, egal was wir davon halten. Drittens versuchen wir uns der Allmacht einer seit 70 Jahren alleine regierenden CDU entgegenzustemmen, damit auch ein liberaleres, moderneres und städtischeres Denken in Lindlar Raum greift.

 

VLK: Lindlar ist eine ländlich gelegene Kommune. Welche Rolle spielen der Natur- und Artenschutz in Lindlar, und wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Auf der einen Seite leben wir 35 km von Köln entfernt sehr naturnah. Andererseits versuchen wir auch in Lindlar zu arbeiten. Moderne Arbeitsplätze brauchen Raum und stehen damit in Konkurrenz zur Natur. Menschen die hier leben wollen keine Industrie und wollen nicht pendeln. Hier gilt es einen vernünftigen Konsens zwischen Umwelt und Arbeit anzustreben. Schwierig.

 

VLK: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit der Kommunalwahl 2020 für die FDP Lindlar?

Hoffentlich die jetzige Fraktionsstärke erhalten, möglichst einen Sitz mehr anstreben und wunderbar wäre es, wenn wir wieder zu viert im Rat säßen.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Bürgermeister von Lindlar wären?
Traum: Ich würde die ganzen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen zurückdrehen.

Realität: Ich würde versuchen, an dem Tag viele Menschen zu treffen, um zu erläutern, dass Politik in Lindlar auch anders ginge.

 

VLK: Herr Friese, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der FDP-Ratsfraktion in Lindlar finden Sie unter www.fdp-lindar.de

 


Bürobesuch bei Frank-Steffen Fröhlich

Vorsitzender der FDP Ratsfraktion in Witten

 

VLK: Herr Fröhlich, was verbindet Sie mit der Stadt Witten?
Witten ist meine Heimatstadt und zentral in Europa gelegen. Ich würde mich aber eher als Ruhri mit Witten als Mitte bezeichnen. Mir gefällt die Mischung aus Natur (Ruhrtal) und überschaubarer Urbanität.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Witten in der nächsten Zeit?

Wir wollen mehr junge und/oder weibliche Liberale zur Mitarbeit im Rat bewegen und Witten als Industriestandort erhalten und im Rahmen des neuen LEPs entwickeln.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Witten?

Wir sehen uns die Fakten an und versuchen, wichtige Aufgabenstellungen nicht mit Ideologien oder Populismus zu lösen. Wir sehen die Wichtigkeit ökologischen Handels, aber alles dem sogenannten „Klimanotstand“ unterzuordnen, darf nicht Aufgabe des Wittener Rates sein. Wir haben immer ein Auge auf gute Arbeitsplätze vor Ort.

 

VLK: Witten geht mit einem besonderen Konzept gegen den Leerstand von Ladenlokalen in der Innenstadt vor. Welche Idee steckt dahinter, und wie hat sie sich bewährt?

Als Mittel- (Unter-) Zentrum mit starken Oberzentren von Oberhausen bis Dortmund hat es Witten schon immer schwerer gehabt. Derzeit arbeitet Witten an einem neuen Parkraumkonzept, um Kunden den Weg in die Innenstadt zu erleichtern.

Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung arbeiten seit Jahren mit mehreren Konzepten parallel an einer Belebung:

·         Wittener Gründungsinitiative - Sie bringt kreative Unternehmensgründungen und engagierte Vermieter zusammen.

·         Die Stadt bietet ein umfangreiches Beratungsangebot für Immobilienbesitzer an, insbesondere auch in Hinblick auf  Förderprogramme.

·         Creativ Quartiere – Studentische oder künstlerische Nutzung füllen auf Zeit die Schaufenster.

Derzeit fehlt bei den Immobilieneigentümern (noch) die Einsicht, dass die Innenstadt nur mit einem gemeinsamen Management bzw. Mietenpool belebt werden kann. Auch ein Quartier muss wie eine Galerie oder ein Einkaufszentrum gesehen werden, mit einer guten Mischung an Angeboten.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Bürgermeister von Witten wären?
Ich würde alle Verkehrszeichen abmontieren und danach überprüfen, welche wirklich nötig sind.

 

VLK: Herr Fröhlich, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der FDP-Ratsfraktion in Witten finden Sie unter www.fdp-witten.de

 


Bürobesuch bei Jörg Krell

Vorsitzender der FDP Ratsfraktion in Bergisch Gladbach

 

VLK: Herr Krell, was verbindet Sie mit der Stadt Bergisch Gladbach?
Ich lebe seit über 20 Jahren in Bergisch Gladbach. Die Stadt bietet eine hohe Lebensqualität, mit einer im Kern guten Infrastruktur, einem guten Bildungsangebot, mit vielen Grünflächen sowie der Nähe zu den Metropolen Köln und Düsseldorf und zum Erholungsraum Bergisches Land. Ich engagiere mich seit 2006 in der Kommunalpolitik meiner Stadt, seit 2014 als Fraktionsvorsitzender der FDP. Bergisch Gladbach wird von einer Koalition aus CDU und SPD „unter Wert“ regiert. Die Haushaltslage ist prekär, die Infrastruktur verkommt, die Mobilitätswende ist ideologisch geprägt, Digitalisierung - Fehlanzeige. Diese Defizite zu überkommen, dafür kämpfe ich.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Bergisch Gladbach in der nächsten Zeit?

Unsere Strategie ist fokussiert auf drei Schwerpunktthemen:

1. Schulische Bildung: Wir leisten unseren kommunalen Beitrag zur „Welt besten Bildung“. Für uns sind dabei die digitale Infrastruktur der Schulen, eine Ausstattung der Lehrer und Schüler mit geeigneten Endgeräten aber auch eine ausreichende Anzahl an OGS Plätzen essentiell.

2. Mobilität: Mobilität müssen wir in Bergisch Gladbach neu denken. Kernelemente sind Elektrofahrzeuge, neue Angebote wie Robotaxis, attraktiverer ÖPNV, der sinnvolle Ausbau des Radwegenetzes aber auch die Engpassbeseitigung beim Individualverkehr.

3. Quartiersentwicklung: Wir wollen neue Konzepte des Zusammenlebens entwickeln, die den geänderten Lebensentwürfen der Bürger Rechnung tragen.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Bergisch Gladbach?

Die FDP unterscheidet prinzipiell die Überzeugung von der Fähigkeit des Menschen, sein Leben bei geeigneten Rahmenbedingungen und funktionierender Infrastruktur selber am besten gestalten zu können. Wir wollen keine immer weiter gehende Daseinsfürsorge und keine immer stärkere Reglementierung aller Lebensbereiche.

 

VLK: Was waren Ihre wichtigsten politischen Erfolge im letzten Jahr?

 ... beim Bürgermeister das Bewusstsein geschaffen zu haben für die Notwendigkeit einer Digitalisierung der Verwaltung und der Bürgerservices.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Bürgermeister von Bergisch Gladbach wären?
Ich würde ein Projektteam aus Mitgliedern der Verwaltung, der Politik und der Zivilgesellschaft einsetzen, um ein Konzept für effizientere Strukturen und eine bessere Servicequalität zu erarbeiten.

 

VLK: Herr Krell, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der FDP-Ratsfraktion in Bergisch Gladbach finden Sie unter www.fdp-bergisch-gladbach.de

 


Bürobesuch bei Wilhelm Bies

Sprecher der FDP Ratsgruppe in Duisburg

 

VLK: Herr Bies, was verbindet Sie mit der Stadt Duisburg?

Die Mercatorstadt Duisburg ist der Ort, in dem ich seit 50 Jahren lebe. Als „nasser“ Stahlstandort beherbergt die Stadt den größten Binnenhafen der Welt. Als Universitätsstadt, als Heimat der Duisburger Philharmoniker und natürlich des MSV ist die Stadt voller Perspektiven, obwohl der Strukturwandel vielerorts nicht vollzogen ist.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Duisburg in der nächsten Zeit?

Wir werden verstärkt unsere Schulen und unsere Infrastruktur in den Fokus rücken.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in Duisburg?

Unsere Mitglieder! Ich bin besonders stolz auf diejenigen, die wahlweise als Quer- oder Geradeausdenker über unsere Stadt reflektieren und versuchen, die Probleme vor Ort konstruktiv anzugehen. Hier sind insbesondere unsere Arbeitsgruppen von A wie Arbeit bis Z wie Zuwanderung gemeint, die sich mit den vielfältigen Herausforderungen unserer Stadt beschäftigen.

 

VLK: Was waren Ihre wichtigsten politischen Erfolge im letzten Jahr?

Die Erfolge sind auf viele Schultern verteilt. Das heißt konkret: Wir punkten mit kleinen Nadelstichen gegenüber der großen Koalition. Haushaltskonsolidierung und seriöse soziale Politik standen bei uns im Vordergrund. Auch waren unsere Bezirksvertreter sehr aktiv. Mit ihren Initiativen vor Ort konnten Themen wie Sauberkeit und Ordnung, Verkehrslenkung und planerische Sachverhalte umgesetzt werden.

 

VLK: Welches sind aktuell die größten stadtplanerischen Herausforderungen für Duisburg, und wie steht die FDP dazu?

Seit vielen Jahren liegt am Hauptbahnhof ein Gelände brach. Es erlangte negative Berühmtheit durch die Loveparade. Wir fordern und fördern dort endlich eine Entwicklung, die sowohl der Wirtschaft als auch der Wohnbebauung zugutekommt. Es gilt weiterhin, Baulücken zu schließen. Insgesamt muss dringend am gesamten Entrée der Stadt, vom Bahnhof bis zu den Autobahnzubringern, eine andere städtebauliche Atmosphäre geschaffen werden. Wir fordern zudem ein wesentlich besseres Flächenmanagement. Dies bedeutet, Industrieflächen und Gewerbeflächen nicht zu vernachlässigen, denn nur darüber können Arbeitsplätze und somit auch Einkommen und sozialer Frieden generiert werden.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Bürgermeister von Duisburg wären?
Ich bezweifele, dass ein Tag ausreicht: Den Gewerbesteuerhebesatz senken. Die über 100 staatlichen / städtischen Betriebe in Duisburg fit für den Wettbewerb machen. Stadtplanung und Stadtentwicklung auf zuverlässige Füße stellen. Arbeitsplätzen Vorrang durch Entfesselung einräumen. Und nicht zuletzt: Bürgernähe durch Digitalisierung etablieren.

 

VLK: Herr Bies, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der FDP-Ratsgruppe in Duisburg finden Sie unter www.fdp-duisburg.de

 


Bürobesuch bei Marion Lendermann

Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion in Laer

 

VLK: Frau Lendermann, was verbindet Sie mit der Gemeinde Laer?

In der Gemeinde Laer bin ich aufgewachsen, habe als Kind den Kindergarten und die Grundschule besucht. Ich habe nach kurzer Verweildauer in Hessen den Weg zurück in meine Heimatgemeinde gefunden und würde diese auch nicht mehr verlassen. Laer ist liebens- und lebenswert, eine wunderbare ländliche Kommune im Münsterland. Laer ist meine Heimat und wird es auch immer bleiben.

 

VLK: Was sind die wichtigsten Projekte der FDP Laer in der nächsten Zeit?

Die FDP Laer wird weiterhin die Entwicklung und Ansiedlung von Gewerbebetrieben vorantreiben. Für uns ist es wichtig, dass die Gemeinde Laer trotz des demografischen Wandels wächst, sprich wir müssen Bauland ausweisen und erfolgreich vermarkten. Ein positiver Nebeneffekt ist hierbei, dass Laer, als Kommune im HSK hier Mehreinahmen generieren kann und wir möglichst schnell wieder die Gewerbe- und Grundsteuer auf ein ortsübliches Maß absenken können.

 

VLK: Was unterscheidet die FDP von den anderen Parteien in der Gemeinde?

Die FDP Laer macht was sie sagt. Wir sind keine Fraktion die Versprechungen macht, die nicht eingehalten werden können. Die FDP Fraktion richtet ihre Fahne nicht nach dem Wind, sondern hat ihr klares Ziel vor Augen.

 

VLK: Wie bürgerfreundlich ist die Verwaltung in Laer? Wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten?
Mit knapp 7.000 Einwohnern ist Laer eine recht kleine Kommune. Der Vorteil ist, dass der persönliche Kontakt hier noch sehr groß geschrieben wird, man beim Besuch der Verwaltung auch persönlich von der Leitung der einzelnen Dezernate begrüßt wird. Die Öffnungszeiten des Bürgerbüros könnten jedoch noch verlängert werden, so dass die Bürger/innen von Laer, die beruflich bis nachmittags unterwegs sind auch noch die Möglichkeit haben, ihre Anliegen zu klären. Zurzeit ist nur an einem Nachmittag geöffnet, ich würde dieses gerne auf drei Nachmittage erweitern.

 

VLK: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Tag lang Bürgermeisterin von Laer wären?
Als Bürgermeisterin würde ich mich primär um die Entwicklung von Baugebieten und das Anwerben von Gewerbebetrieben bemühen. Der große Ausbau und Umbau der Schule wäre ein weiteres wichtiges Projekt, welches dringend zeitnah umgesetzt werden muss, da die Zahlen der OGS-Kinder in unserer Kommune stetig steigen und die Räumlichkeiten ihre Kapazitäten längstens erreicht haben.

 

VLK: Frau Lendermann, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Grafik Linktipp: Weitere Informationen zur Arbeit der FDP-Ratsfraktion in Laer finden Sie unter www.fdp-laer.de